K√ľnstler

Fritz Schwartz wurde 1898 in Gelsenkirchen geboren und ist dort 1981 gestorben. Er begann fr√ľh zu zeichnen. Eine eigentliche akademische Ausbildung hatte er nicht; Anregungen erhielt er durch Prof. August Deu√üen von der Kunstakademie D√ľsseldorf, dessen Arbeiten er sch√§tzte.

Aus seiner ersten Ehe gingen eine Tochter (geb. 1923) und ein Sohn (geb. 1927) hervor. Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete er erneut; zwei Töchter (1935 und 1936) wurden geboren.

Fritz Schwartz arbeitete √ľberwiegend als Zeichner, Radierer und Lithograph. In den zwanziger Jahren entstanden einige Aquarelle, sp√§ter wenige Portraits in √Ėl. 1922 war er Mitbegr√ľnder des Gelsenkirchener K√ľnstlerbundes. Bis 1937 veranstaltete er Einzelausstellungen und nahm regelm√§√üig an Gruppenausstellungen teil. Zwischen 1942 und 1947 lebte er mit seiner Familie in einem Dorf in Niedersachsen.

Nach der R√ľckkehr in seine Heimatstadt beteiligte er sich unter anderem 1950 an einer Ausstellung des Gelsenkirchener K√ľnstlerbundes. Im gleichen Jahr gestaltete er das Titelbild des Jahrbuchs des √∂rtlichen Evangelischen Kirchenkreises mit einer Zeichnung des fr√ľheren Dorfes Gelsenkirchen, so wie es seiner Vorstellung entsprach. 1952 gab es im Bochumer Kunstverein die letzte Ausstellung einiger seiner Werke zu seinen Lebzeiten, gemeinsam mit dem Maler Peiffer-Watenpuhl. 1953 fertigte er das Deckblatt des Jahreskalenders des Gelsenkirchener K√ľnstlerbundes. Zuletzt wurden 1995 Lithographien und Radierungen von ihm in der Kommunalen Galerie in Gelsenkirchen gezeigt, zusammen mit Gem√§lden seines Schwiegersohnes Robert Baretti.

Fritz Schwartz verwandte unterschiedliche Techniken des Zeichnens: Radierung. Lithographie, Tusche, Blei- und Buntstift sowie Silberstift. Bis in die siebziger Jahre schuf er zahlreiche Portraits, insbesondere von seiner Familie, aber auch von Freunden und Bekannten. Ein anderer Schwerpunkt seiner Arbeiten waren Stadtansichten, vor allem seiner Heimatstadt. Er suchte keine spektakulären Ausblicke, sondern etwa Straßenecken mit im Bau befindlichen Häusern oder Ansichten von oben auf Dächer und Gärten.

Zeit seines Lebens zeichnete er Bilderfolgen РErinnerungen an seine Kindheit, erfundene Geschichten, vor allem zu Till Eulenspiegel und Don Quijote. Seine Werke sind keine Illustrationen zu den Romanen von Charles de Coster und Miguel de Cervantes, sondern eigenständige Schöpfungen, die die Figuren in unterschiedliche Lebenssituationen stellen. Die Sammlung der Eulenspiegelzeichnungen befindet sich im Till Eulenspiegel Museum in Schöppenstedt, dem Fritz Schwartz sie geschenkt hat.